Die DATEV-Niederlassung in Leipzig

Gelobtes Leipzig

von am Dienstag, 8 Januar 2019
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Goethe ist schuld. Sein etwas zweifelhaftes Lob aus dem Faust, das er einem versoffenen Frosch in den Mund legte, hat das Leipziger Stadtmarketing seit jeher befeuert. Der berühmte Slogan „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ prangt seit diesem Sommer wieder als Leuchtreklame über den Dächern der Stadt, von wo es 2007 verschwand – zusammen mit dem unter ihm gelegenen Plattenbau. Zuvor hatte es den Leipzigern jahrzehntelang direkt ins Herz geleuchtet.

Goethe hat bekanntlich vieles richtiggemacht. Neben dem Faust selbst, entpuppte sich der darin enthaltene Hinweis auf die Stadt ebenfalls als profitabler Schachzug: Das Auge der Republik schwenkt seitdem immer wieder nach Leipzig, wenn vom Faust die Rede ist. Und das ist es oft.  Man muss aber auch sagen: vollkommen zurecht! Die gefühlte sächsische Hauptstadt ist eine Augenweide unter den deutschen Städten. Mittendrin ein als Buch verkleidetes Hochhaus und drum herum entblättert sich dem Besucher ein cooles Großstadtleben mit allem was dazugehört.

Hier treffen sich gleich drei Flüsse, deren Namen ich mir bis heute nicht merken kann. Als ich Anfang der 90er zum ersten Mal dort war, habe ich überhaupt keinen Fluss gesehen. Auch sonst nicht viel, die dünn gesäte Straßenbeleuchtung hat den trüben Winter nur spärlich ausgeleuchtet. Dafür bediente die Braunkohle den Geruchssinn umso deutlicher. Die Stimmung war dennoch großartig: überall war Aufbruch, Umbau und Improvisation. Bis heute ist sicherlich viel Wasser die namenlosen Flüsse hinuntergeflossen und die Stadt hat sich krass gewandelt aber die gute Stimmung ist geblieben. Nach allem, was man hört, ist sie mindestens so gut wie in Berlin. Selbst Fußballspielen können die Leipziger inzwischen ;-)

Seit 1991 hat auch DATEV eine Dependance in der Stadt und seit 2014 vertritt mein Kollege Tino Bräske mit seinen 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Genossenschaft in der Region. Wie ich ist er ein auswärtiger Bewunderer der Stadt und hat mittlerweile immerhin seinen Arbeitsplatz dort. Im Interview stellt er sein Leipzig vor und gibt sich in der Fußballfrage salomonisch.

Was macht Leipzig zur schönsten Stadt Deutschlands?

Für mich als Thüringer, der in Erfurt wohnt, gehört Leipzig zu den sehenswertesten Städten in Deutschland. Hier verbindet sich Tradition mit der Moderne. Landschaftlich ist Leipzig auch sehr reizvoll: Es gibt eine tolle Seenlandschaft im Umkreis. Hier wurde in den letzten Jahrzehnten fleißig transformiert, denn es handelt sich dabei um ehemalige Braunkohlegruben. Da ist etwas ganz Tolles gelungen. Sehr sehenswert sind auch das Völkerschlachtdenkmal, die Oper, das Gewandhaus und für Tierliebhaber natürlich der Leipziger Zoo. Und die Bahnanbindungen sind ebenfalls spitze. So bin ich auch wieder ganz schnell zu Hause.

Welche regionale Köstlichkeit muss man unbedingt probieren?

Das Leipziger Allerlei ist ein Muss. Das umfasst für mich aber nicht nur das Gemüse, sondern auch ganz viele andere Leckereien. Da möchte ich mich ungern festlegen. Es reicht mal durch Leipzig zu schlendern und die zahlreichen Kneipen und Restaurants zu besuchen!

Wenn man mal einen Tag nach Leipzig zu Besuch kommt, was sollte man unbedingt sehen?

Auf jeden Fall mal zum Völkerschlachtdenkmal oder in den Zoo. Durch die City schlendern und dabei in einige der Museen, wie das Grassi-Museum oder das Zeitgeschichtliche Forum. Mit dem Rad zum Cospudener oder Markleeberger See: es gibt ganz viel zu entdecken. Nicht zu vergessen ist das weltgrößte 360°-Panorama im Panometer.

Wenn Sie eine Sache an Leipzig ändern könnten, was wäre es?

Ich würde Leipzig noch näher an meine Heimatstadt Erfurt legen. Alles in allem ist Leipzig sehr lebenswert und soll auch immer so bleiben.

Wie gefallen Ihnen die Räumlichkeiten Ihrer Niederlassung?

Wir liegen direkt am Eingang des Zentrums, unsere Schulungsteilnehmer nutzen das sehr gerne in der Mittagspause oder nach dem Seminar, um noch eine Runde durch die Stadt zu schlendern. Das ist perfekt. Und für uns DATEVianer ist das natürlich auch prima.

Wenn Ihre Niederlassung ein Promi wäre, wer wäre das?

Auf der musikalischen Seite selbstverständlich Johann Sebastian Bach und Kurt Masur. In der Komik Heinz Erhardt (der hier studiert hat), in der klassischen Welt Goethes Faust und für mich als begeisterten Läufer die Marathonlegende Uta Pippig. Leipzig ist eben sehr vielfältig und nur durch eine Person nicht zu vertreten.

Woran denken Sie, wenn Sie mal die 280 Kilometer nach Nürnberg zurücklegen müssen?

Leipzig und Nürnberg sind beides sehr bedeutsame Städte mit einer vielfältigen Geschichte. Es ist schön mal hier und mal da zu sein und dies eben auch beruflich nutzen zu können.

Zum Schluss eine Fußballfrage: RB Leipzig gegen den 1.FCN war mit 6:0 im Hinspiel sehr eindeutig. Wie geht das Rückspiel aus?

Dem Club wünsche ich, dass er in der Bundesliga bleiben kann. Für Leipzig wäre es spitze, wieder die Champions League erreichen zu können, denn die Stadt hat eine große Sportgeschichte, welche im Fußball ganz lange brach lag. Mit RB Leipzig finden sich sehr viele Familien im Stadion ein, was auch Gästeanhängern gegenüber ein tolles Stimmungsbild gibt. Ein 1:1 im Rückspiel wäre eine faire Sache.

Über den Autor

Dietmar Zeilinger

hat Theater- und Medienwissenschaften studiert und arbeitet seit 2008 als Redakteur bei DATEV. Er ist verantwortlich für Teile des Internet-Auftritts. Außerdem kümmert er sich um die XING Gruppe „DATEV verbindet“ und pflegt das Firmenprofil bei XING. Zusammen mit seinen Kollegen kümmert er sich um die Social Media Aktivitäten von DATEV und seit 2012 bloggt er hier im DATEV Blog.