Des Steuerberaters Höhle der Löwen

von am Mittwoch, 30 August 2017
Diesen Beitrag teilen:
0 Kommentare

Einmal im Jahr wird gepitcht an der Hochschule München. Wenn Studierende des Studiengangs Master of Taxation den Businessplan für ihr Kanzlei-Start-up vorstellen, geht es jedoch nicht um den aus der Fernsehserie bekannten Tausch von Investment gegen Firmenanteile. Den „Löwen“, Prof. Dr. Ingrid Huber-Jahn, Prof. Dr. Claudia Eckstaller und Thorsten Hesse, Gründercoach bei DATEV (gemeinsam Autoren von „So zünden Sie den Turbo für Ihre Steuerberatungskanzlei“) geht es vor allem darum, die unternehmerischen Kompetenzen der angehenden Steuerberater zu entwickeln und Lernerfahrungen für die Gründung einer Kanzlei zu sammeln.

Kanzleiauftritt überzeugt

Matthias Riepertinger, Katharina Stürzer, Siegerinnen Elke Zach und Sibel Firat, Thorsten Hesse, Prof. Dr. Manfred Gröger und Prof. Dr. Ingrid Huber-Jahn (v. l.)

Beim diesjährigen Pitch setzen sich die beiden Steuerberaterinnen in spe, Sibel Firat und Elke Zach, bei den Juroren durch. Ausschlaggebend für den ersten Preis war das schlüssige Start-up-Konzept, das nicht nur auf Papier, sondern auch bei der kurzen Präsentation überzeugte. Darüber hinaus bestachen die beiden Gründerinnen mit einem fertigen Kanzleiauftritt, bestehend aus Logo, Webseite und Visitenkarten mit NFC-Chip – beim Auflegen des Handys öffnet sich Internetauftritt der Kanzlei.

Doch welchen Anteil hatte der Businessplan aus Sicht der Gründerinnen für den Erfolg ihres Konzepts? Da sind sich die beiden Siegerinnen einig: „Der Businessplan verdeutlicht, welche Chancen auf dem Markt bestehen, welche Risiken vorhanden sind und wie viel Budget und Personal man benötigt. Er ist ein Leitfaden der EIGENEN Idee, was Struktur mit sich bringt. Man kann sich sehr gut daran orientieren.“

Lehrreich für die Praxis

Und auch persönlich haben die beiden angehenden Steuerberaterinnen von der Erstellung des Businessplans profitiert. Nicht nur dadurch, dass sie sich mit Sachverhalten auseinandersetzen mussten, über die sie sich vorher keine Gedanken gemacht hatten. „Vor dem Businessplan hätten wir uns auch nicht vorstellen können, uns selbständig zu machen. Unsere Meinung hat sich jetzt geändert, da wir nun wissen, auf welche Punkte man bei einer Kanzleigründung achten muss.“ Eine gute Idee muss umgesetzt werden, „und das haben wir mithilfe unseres Businessplans erfüllt. Aus unserer Sicht stellt der Businessplan die Basis für unseren Erfolg dar – und darauf sind wir stolz.“

Und das können Sibel Firat und Elke Zach auch sein.

Weitere Informationen zur Businessplanerstellung finden Sie in dem Fachbuch „So zünden Sie den Turbo für Ihre Steuerberatungskanzlei“. Beispiele für Kanzlei-Businesspläne stehen ihnen  unter www.datev.de/businessplan zur Verfügung.