Impressionen vom Triathlon-Event des Jahres in Roth

Überraschungssieg: Bart Aernouts gewinnt in Roth

von am Montag, 10 Juli 2017
Diesen Beitrag teilen:
0 Kommentare

Beim DATEV Challenge Roth 2017 überschritt der Belgier Bart Aernouts als Erster die Ziellinie. Daniela Ryf war erneut die schnellste Athletin. Bei den DATEV-Sportlern gab es einen Rekord: Mitarbeiter Felix Weiß stellte Freude strahlend die neue DATEV-Bestzeit auf.

Im Vorfeld des diesjährigen DATEV Challenge Roth deutete viel auf einen Spitzenwettkampf zwischen Timo Bracht und Nils Frommhold hin. Timo Bracht, der mit der Startnummer 1 startete, landete bei seinem Abschlussrennen auf dem vierten Platz.

Tatsächlich sah es auf der Strecke lange nach einem Sieg für Nils Frommhold aus. Doch rund 20 Kilometer vor dem Ende der Radstrecke sollte es anders kommen: Er überholte eine Athletin, touchierte sie, beide stürzten, der Lenker seines Rades – gebrochen. Der Sieg für Nils Frommhold war dahin. Zum Glück blieben beide Athleten nahezu unverletzt.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte

In die Lücke von Nils Frommhold sprang Maurice Clavel. Er nutzte die Gunst der Stunde und führte am Anfang der Laufstrecke überlegen – zwei Minuten vor Timo Bracht. Doch das schnelle Starttempo konnte er nicht halten. Sichtlich erschöpft schleppte er sich bei seinem Langdistanz-Debüt als Dritter ins Ziel und konnte sich ab dann nur noch gestützt fortbewegen.

Während seine Kräfte schwanden, lief jetzt Joe Skipper zur Höchstform auf und rannte als zweiter ins Ziel.

Noch schneller als Maurice Clavel und Joe Skipper war am Ende der Belgier Bart Aernouts. Dieser gewann zum ersten Mal in Roth mit einer Zeit von 7:59:07 Stunden. Er ist damit der einzige Sportler, der in diesem Jahr den Triathlon in unter acht Stunden geschafft hat.

Tanzend ins Ziel

Bei den Damen blieb eine Sensation aus. Daniela Ryf siegte mit einem Zeitvorsprung von zehn Minuten souverän und verteidigte ihren Titel vom letzten Jahr. Den anvisierten neuen Langdistanz-Weltrekord verpasste sie jedoch. Mit einer Zeit von 8:40:03 Stunden, war sie langsamer als im Vorjahr. Trotzdem war sie sichtlich zufrieden, als sie tanzend ins Stadion einlief. Später erzählte sie: „Ich habe alles gegeben und auf dem Rad versucht, richtig Gas zu geben. Am Schluss habe ich dafür bezahlt, aber ich bin sehr happy mit meinem Ergebnis.“

Neuer DATEV-Rekord

Happy war auch DATEV-Mitarbeiter Felix Weiß. Er stellte eine neue DATEV-Bestzeit auf, als er nach 9:35:15 Stunden freudestrahlend ins Ziel kam. „Ich habe von dem Rennen alles mitgenommen, was man mitnehmen kann. Nach dem Schwimmen habe ich das Rennen angeführt und bin mit Nils gleichzeitig aufs Rad gestiegen und als Erster über die Brücke am Kanal gefahren. Aber auf der Laufstrecke musste ich dann weite Teile gehen.“, sagte Felix Weiß. Auch wenn er sein sehr ambitioniertes Ziel, den Wettkampf in unter neun Stunden zu schaffen, nicht erreichen konnte, war er sehr zufrieden. Denn die Anspannung vor dem Rennen war groß. „Der emotionalste Moment war heute Morgen, als ich meine Freundin in der Wechselzone gesehen habe. Denn ich war so nervös, das war unglaublich. Kurz vor dem Solarer Berg ist mir die Luft weggeblieben. Man sieht die Straße vor lauter Menschen nicht mehr, das hat mich echt beeindruckt.“