Von der Katzen- und anderen lustigen Steuern

Cats, Drugs and Rock ’n‘ Roll

von am Donnerstag, 26 Januar 2017
Diesen Beitrag teilen:
0 Kommentare

Sie sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen und die Herrscher über das Internet: Katzen. Doch dann die Schreckensmeldung: Plötzlich soll ich für meine liebe Mina eine Katzensteuer zahlen. Geht’s noch? Das ist doch kein ordinärer Hund!

Spaß beiseite: Die Intention Gerechtigkeit zwischen Hunde- und Katzenbesitzern zu schaffen, kann ich nachvollziehen. Denn die Gründe für die Unterscheidung sind nicht mehr ganz zeitgemäß. So war die Hundesteuer dereinst eine Art Luxussteuer, da sich nur reiche Bürger die Haltung eines Hundes leisten konnten. Katzen waren vielmehr Nutztiere, um Haus und Hof von Mäusen, Ratten und Ungeziefer frei zu halten.

Losgetreten wurde die neuerliche Debatte durch einen Kommentar in der FAZ, in dem der Autor die Katzensteuer fordert. Plötzlich ploppen zig Meldungen auf, dass die Katzensteuer noch 2017 kommen soll. Und dann passiert das, was so oft im Internet passiert: viel Wirbel, viel Empörung und viele hitzige Diskussionen – um nichts! Denn es ist nichts dran an der vermeintlichen Nachricht. Es wird auch 2017 keine Katzensteuer geben.

Und zahlen wir nicht überhaupt schon genug Steuern auf Dinge, die wir gern haben? Wie Kaffee, Bier, Benzin oder Konzertkarten? Da kann ich ja froh sein, dass wenigstens die Speiseeis- und die Bartsteuer erfolgreich abgeschafft wurden:

Über den Autor

Sebastian Pech

ist seit September 2013 bei DATEV. Als Ur-Nürnberger hat er auch seinen Master in Sozialökonomik in Nürnberg gemacht und nebenbei beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gearbeitet. Wenn er nicht fleißg für DATEV twittert, facebookt oder bloggt, trainiert er eine Fußball-Jugendmannschaft oder träumt von einem eigenen Roman und erfolgreichem Fußball im Frankenstadion.