Die DATEV-Stiftung Zukunft unterstützt die Startup Challenge Bayern

Startup auf Probe – ohne Risiko und mit viel Spaß

von am Mittwoch, 19 Oktober 2016
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Die DATEV-Stiftung Zukunft unterstützt die Startup Challenge Bayern. Sie ist ein Gründerplanspiel für Studierende, das von den sechs  größten Hochschulen in Nordbayern gemeinsam initiiert wird. Die Premiere war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass Studierende Lust auf Existenzgründung haben.

Überwältigendes Interesse an der simulierten Existenzgründung

Die eigene Geschäftsidee umsetzen, ein eigenes Unternehmen gründen und der eigene Chef sein: Für viele Menschen ein Traum. Doch es ist ein gewagter Schritt. Warum also nicht erstmal ein Startup auf Probe gründen?

Die Startup Challenge Bayern hat genau dies möglich gemacht. Darunter verbirgt sich ein Gründerplanspiel für Studierende bayerischer Hochschulen, das im Sommersemester 2016 stattfand. Angesprochen wurden insgesamt weit über 120.000 Studierende aus unterschiedlichsten Fachbereichen. Und die Premiere dieser Initiative hat gezeigt: Bayerische Studierende haben Lust darauf, ihre Unternehmensgründung zu wagen.

Für 18 Teams bot die Initiative Plätze an. Dabei sein wollten aber insgesamt 44 Teams, also über 150 Studierende. Sebastian Engel, Projektleiter der Startup Challenge und Gründerberater an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, hatte mit diesem überwältigenden Interesse bei der Premiere des Formats nicht gerechnet. Doch er fand eine spontane Lösung für den großen Ansturm: „Um der Nachfrage gerecht zu werden, haben wir die Kosten an einigen Stellen optimiert. So konnten wir beispielsweise Referenten davon überzeugen auf Honorare zu verzichten. Dadurch konnten wir weitere Team-Plätze anbieten, sodass wir insgesamt 23 Teams mit 79 Studierenden im Wettbewerb hatten.“

Erst online, dann face to face

foto-2Die erste Phase der Startup Challenge fand online statt:  Im Planspiel wurden vier virtuelle Märkte angelegt, auf denen die Studierenden mit ihren Startups untereinander konkurrierten. Sie mussten den kompletten Prozess einer Existenzgründung durchlaufen – von der Darstellung ihrer Geschäftsidee und der Marketingstrategie über das Ausarbeiten eines modifizierten Business-Plans bis hin zum Markteintritt und nachfolgender Geschäftstätigkeit. Dabei galt es Fragestellungen der Unternehmensgründung und -führung auch bei unvollständigen Informationen zu lösen.

Aus jedem der vier virtuellen Märkte wurden nach mehreren Spielrunden dann jeweils die besten zwei Teams nach Nürnberg zum Präsenzfinale eingeladen. Sie kamen von der Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Würzburg, der Universität Bayreuth und der Technischen Hochschule Nürnberg. Und sie hatten ganz unterschiedliche Ideen im Gepäck: vom innovativen Sandwichladen-Konzept bis hin zu technischen Geschäftsmodellen.

Die Gewinneridee: Formgedächtnismaterialien gegen Kabelsalat bei Kopfhörern

Bei dem Finalwochenende stand der Pitch der eigenen Geschäftsidee im Mittelpunkt. Gewonnen hat den mit 1.000 Euro dotierten Preis ein Team aus Bayreuth. „Ihre Idee ist es, den alltäglichen Kabelsalat bei Kopfhörern mit Hilfe von Formgedächtnismaterialien aufzulösen. Egal wie verworren das Kabel auch ist, mit Hilfe der Formgedächtnismaterialien löst sich der Kabelsalat auf Knopfdruck auf“, erzählt Sebastian Engel.

DATEV-Tipps aus erster Hand

foto-3Im Präsenzfinale in Nürnberg wurden den potenziellen Gründern unterschiedliche Workshops zu gründungsrelevanten Themen angeboten. Sie reichten von der Geschäftsmodellplanung bis hin zu einem Pitch-Training und einer Einführung zur Finanzplanung. Gestaltet wurden diese Workshops von kooperierenden Unternehmen und gründungserfahrenen Experten aus der Praxis. Für DATEV mit dabei war Christian Hofner. In seinem Vortrag drehte sich alles um das Thema „Warum Gründer einen Steuerberater brauchen“. Und dass er diesem Thema Aufmerksamkeit schenkte, war gut, denn vielen der Studierenden war gar nicht bewusst, was Steuerberater alles für Existenzgründer tun können. Sein Rat an die Studierende: „Macht die Buchführung nicht zum Schluss, da die Vorsteuer vom Finanzamt bei zeitnaher Steuererklärung zurückgeholt werden kann.“

Von erfahrenen Gründern lernen

Neben den handfesten Tipps kamen auch die Vorträge von tatsächlichen Gründern gut an. Für die Studierenden war besonders der Lebensweg der Gründer interessant und wann sie den Schritt in die Vollerwerbsgründung gemacht haben. Bei der Auswahl der Gründer achtete der Projektleiter Sebastian Engel besonders darauf, dass sich die Gründer gerade in ganz unterschiedlichen Phasen des Gründungsprozesses befinden. Die Berichte über die aktuellen Herausforderungen, vor denen diese Gründer stehen, gaben den Studierenden tolle Einblicke in die reale Welt der Startups.

Fit für die Unternehmensgründung

foto-1Ob die Teilnehmer tatsächlich ihr eigenes Startup gründen, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall haben sie während des Planspiels und an dem Wochenende das notwendige Handwerkszeug erlernt. Sie können jetzt methodisch ein ideales Geschäftsmodell entwickeln und die eigene Idee perfekt präsentieren.

Falls Sie mehr über die DATEV-Stiftung Zukunft oder die Startup Challenge erfahren möchten, möchte ich Ihnen die folgenden beiden Links ans Herz legen: