Professor Christoph Moss im Interview über "Deutsch für Manager"

Bingo!

von am Mittwoch, 14 September 2016
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Das Thema hat heavy implications für unsere Corporate-Strategie. Insbesondere beim Kickoff ist es wichtig, bereits Synergien zu schaffen, damit sich die Beteiligten abteilungsübergreifend befruchten können. Die Entwicklung einer gemeinsamen Vision sollte asap angegriffen werden und hat natürlich höchste Priorität. Das ist nur ein Denkanstoß meinerseits, aber die neuen Workflows sollten proaktiv agil entwickelt werden, um höchste Flexibilität bei dem trotzdem notwendigen Grad an Standardisierung gewährleisten zu können.  Wenn wir das fokussiert angreifen, sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Wer jetzt beim Lesen noch nicht „Bingo!“ gerufen hat, hat sich entweder schon an das Management-Deutsch gewöhnt oder hat gedanklich umgehend abgeschaltet. 

Eine eigentlich einfache Regel der Kommunikation: Keep it short and simple, also möglichst einfach und verständlich formulieren, wird häufig außer Acht gelassen, wenn es darum geht, in extrem wichtigen Meetings die Kollegen und/oder Entscheider von der eigenen Idee zu überzeugen. Profilieren durch Sprache und vielleicht auch ein bisschen Kaschieren von inhaltlichen Schwächen, dafür gibt es mittlerweile ein breites Repertoire an Buzzwords, die – geschickt kombiniert – einen hochtrabenden und eloquenten Eindruck vermitteln sollen, aber mittlerweile oft das Gegenteil bewirken.

Professor Christoph Moss erörtert in seinem Buch“Deutsch für Manager“, wie in der Wirtschaftssprache statt verständlicher Kommunikation eine unverständliche Kunstsprache verwendet wird. Stichwort: imponieren, statt informieren. Viel Spaß mit dem Interview!

Über den Autor

Sebastian Pech

ist seit September 2013 bei DATEV. Als Ur-Nürnberger hat er auch seinen Master in Sozialökonomik in Nürnberg gemacht und nebenbei beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gearbeitet. Wenn er nicht fleißg für DATEV twittert, facebookt oder bloggt, trainiert er eine Fußball-Jugendmannschaft oder träumt von einem eigenen Roman und erfolgreichem Fußball im Frankenstadion.