Eine Übersicht zu den Kartenarten im Zahlungsverkehr

Der Wandel im Zahlungsverkehr

von am Dienstag, 23 Juni 2015
Diesen Beitrag teilen:
0 Kommentare

Im privaten Umfeld nutzen vermutlich die meisten Steuerberater für das einfache und sichere Bezahlen häufig eine EC- oder Kreditkarte. Im beruflichen Kontext ist diese Form des Bezahlens nicht ganz so beliebt, denn es ergeben sich durch die neuen Bezahlverfahren auch neue Anforderungen an die Finanzbuchhaltung: beispielsweise führt die Kreditkartenzahlung zu zwei zeitlich unterschiedlichen Buchungen, da die Zahlungsquittung und die Abbuchung vom Bankkonto zeitlich versetzt erfolgen.

Im Rahmen des Beitrags erläutern wir die unterschiedlichen Kartenarten und deren Vor- und Nachteile.

 

Zu unterscheiden sind drei verschiedene Kartenarten: Debit-, Kredit- und Prepaidkarten.

Debitkarten (auch Bankkarte oder EC-Karte genannt)

  • Das Girokonto des Karteninhabers wird nach dem Kauf sofort oder innerhalb weniger Tage belastet – also debitiert.
  • Die Akzeptanz der Karten ist im Einzelhandel sowie in der Gastronomie sehr hoch.
  • Karteninhaber können mit ihrer Bankkarte Geld an allen Geldautomaten abheben, aber online ist die Akzeptanz bislang deutlich niedriger als bei Kreditkarten

Kreditkarten

  • Kreditkarten erkennt man häufig an der sogenannten Hochprägung, bei der die Kartendaten auf der Vorderseite nach oben geprägt sind.
  • Jede Kreditkarte verfügt über eine sechzehnstellige Nummer, mit der die Karte eindeutig identifiziert wird. So kann die Karte beispielsweise am Geldautomaten oder bei einer Kartenzahlung im Geschäft eindeutig einer Person zugeordnet werden, die dann ihre eigene Identität mit der PIN oder per Unterschrift bestätigen kann.
  • Neben Kreditkarten für Privatkunden, gibt es auch welche für mittelständische Unternehmen
  • Firmenkreditkarten (Corporate Cards) sind besonders für Unternehmen praktisch, bei denen die Mitarbeiter viel reisen und Flüge, Hotels, Mietwagen oder hohe Restaurantrechnungen begleichen müssen. Die Mitarbeiter können dann mit der Karte direkt vor Ort bargeldlos bezahlen.
  • Die Firmenkarten bieten in der Regel eine monatliche Abrechnung, verbunden mit Zahlungszielen von bis zu 28 Tagen. Damit können die Mitarbeiter die Reisekosten intern abrechnen und sie erstattet bekommen, bevor die Kreditkartenrechnung vom Konto des Mitarbeiters oder der Firma abgebucht wird. Vorteil: Keine Auszahlung und Verwaltung von Bargeldvorschüssen.
  • Firmenkreditkarten bieten darüber hinaus Zusatzleistungen, wie z. B. Versicherungen für Geschäftsreisen.

Prepaidkarten

  • Bei Prepaidkarten werden Zahlungen nicht auf Kredit-, sondern auf Guthabenbasis abgewickelt. Der zu bezahlende Betrag wird aus einem vorher eingezahlten Guthaben beglichen – somit spricht man auch von einer Guthabenkarte.
  • Prepaidkarten können nicht über den aufgeladenen Betrag hinaus belastet werden und sie sind ohne Bonitätsprüfung erhältlich.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Prepaid-Kreditkarten aufzuladen: über Aufladeterminals, per SMS, über Internet-Zahlungsdienstleister, per Bareinzahlung am Bankschalter oder per Überweisung.

Über den Autor:

Ralf Steinhäuser ist Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH). Nach seiner Tätigkeit in einer Steuerkanzlei wechselte er 2000 zur DATEV. Seit 2007 betreut er Themen rund um das Rechnungswesen und beschäftigte ich in den vergangenen Jahren mit der Businessanalyse und weiteren Querschnittsthemen,

 

Ähnliche Beiträge