Das Salz in der Suppe, oder...

Der 150.000ste Mandant mit DATEV-Software

von am Mittwoch, 22 Oktober 2014
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Jeder Mensch muss ca. sechs Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen, um seinen Bedarf zu decken. Was heutzutage nicht sonderlich schwierig ist, weil Salz selbstverständlich an jeder Ecke zu bekommen, war schon für die frühen Hochkulturen wie die Ägypter, Sumerer und Babylonier ein bedeutender, gleichwohl aber nicht leicht zu habender Rohstoff, was ihm letztlich die Bezeichnung „Weißes Gold“ einbrachte.

Im Mittelalter führte der Handel mit Salz für einige Städte zu Reichtum und Macht: So war in Deutschland eine der wichtigsten Salzstädte die heutige Hansestadt Lüneburg. Seit dem Jahre 956 wurde in der dortigen Saline Salz gewonnen – für die nächsten 1000 Jahre der wichtigste Wirtschaftsmotor der Stadt. Mit fast 300 Mitarbeitern entsprach die Saline im Mittelalter einem Großunternehmen in der Umgebung Lüneburgs. Tag und Nacht brannten die Siedefeuer der Bleipfannen, was zur Folge hatte, dass sich die einst dichten Wälder rund um die Stadt nach und nach in die heutige Heidelandschaft verwandelten.

Geschenkuebergabe_mit_Text_BlogIn der Hochphase produzierte Lüneburg jährlich rund 20.000 Tonnen des weißen Golds in den Salzpfannen. Die Logistik und den Vertrieb übernahm die Hanse. Vom Produktionsstandort wurde das Salz nach Lübeck transportiert, um von dort per Seeweg bis ins Baltikum zu gelangen. Laut einem hanseatischen Sprichwort ist bzw. war Lüneburg das „Salzhaus“ und Lübeck das „Kaufhaus“. Noch bis 1980 wurde in Lüneburg Salz gewonnen – wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt hatte das weiße Gold zu diesem Zeitpunkt jedoch schon lange verloren.

Noch heute legen in Lüneburg die geschichtlichen Reliquien Zeugnis ab von der Hochzeit des Salzhandels. Vom Alten Kran bis zum alten Kaufhaus finden sich noch viele Sehenswürdigkeiten – zeitgemäß vermarktet von der Lüneburg Marketing GmbH – dem 150.000 Mandanten von DATEV! Aber sehen Sie selbst.

Über den Autor

Peter Penjak

ist seit Mai 2013 an Bord und kümmert sich als Video Manager um das Bewegtbild-Angebot, größtenteils auf der Homepage sowie bei YouTube. Über den Umweg Bankausbildung, gelangte er zum Journalismus: Zuerst ein medienwissenschaftliches Studium an der Uni Passau, danach ein Volontariat zum Videojournalisten sowie anschließender Tätigkeit als Chef vom Dienst bei einem niederbayerischen Lokalfernsehsender. Was ihm in Passau am meisten gefehlt hat? Ganz klar: Der 1. FC Nürnberg.