60 Sekunden Ruhm

von am Dienstag, 27 November 2012
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Andy Warhol stellte jedem von uns 15 Minuten Ruhm in Aussicht und kritisierte damit die Flüchtigkeit neuer Medien – damals des Fernsehens. Heute wissen wir, dass wir im Internet noch viel weniger Zeit haben, unsere Zuschauer bei der Stange zu halten. Videos im Netz – und Imagevideos erst Recht – machen auch niemanden berühmt, dafür bieten sie Kanzleien die Möglichkeit, nicht übersehen zu werden und sei es auch nur von Suchmaschinen.

DATEV-Kanzlei-Videos„Gefühlt“ gibt es im Netz eher zu viele als zu wenige Videos, die Einblicke in alle nur erdenklichen Bereiche von Unternehmen bieten. Stimmt aber nicht: Von den rund 4 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen haben nur die wenigsten ein authentisches Videoportrait von sich anfertigen lassen und bei Kanzleien dürfte sich diese Form der Selbstdarstellung im Promillebereich bewegen.

Dabei bieten Videos tatsächlich einen Mehrwert. Allen voran die bessere Auffindbarkeit der Webseiten, auf denen sie veröffentlicht werden. Nach Google ist YouTube mittlerweile die größte Suchmaschine und auch Google selbst sucht nach Videos und rankt Seiten mit Bewegtbildern höher als solche ohne – vorausgesetzt man beachtet ein paar Regeln.

Unbedingt sollten Sie Ihre Videos nicht nur auf Ihrer Homepage, sondern auch bei YouTube veröffentlichen, versehen mit einer vernünftigen Verschlagwortung. Das heißt im Falle von Kanzleien, nicht nur den Namen nach außen zu tragen, sondern Kernkompetenzen beispielsweise auch im Titel oder der Beschreibung von Videos zu nennen und solche Schlüsselbegriffe auch zu taggen, sie also dem Video als Schlagworte mit auf den Weg zu geben.

Imagevideos für Kanzleien

Imagevideos bieten auch die Möglichkeit, Interesse an der eigenen Kanzlei zu wecken, potenzielle Mandanten zu einer Kontaktaufnahme zu bewegen, das eigene Portfolio zu präsentieren und vielleicht auch die Räume und die Mitarbeiter zu zeigen. Auf jeden Fall wirkt ein authentisches Video sympathisch und erfreut sich größer werdender Beliebtheit bei der Recherche nach Dienstleistungen.

Ein in meinen Augen leicht nachzuvollziehendes Argument, sich gegen ein solches Experiment zu entscheiden, sind die damit einhergehenden Kosten und die Zeit (die man nicht hat), die man investieren muss. Hier sollte man allerdings genauer hinsehen, denn Imagevideos lassen sich heute schon an einem Drehtag für deutlich unter 1000 Euro realisieren.

Dies war ein Grund auch für DATEV den Mitgliedern das Angebot zu machen, ein Imagevideo drehen zu lassen. Die Idee dahinter: Schnell, unkompliziert und günstig ein solches Video zu produzieren. Ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall, einmal darüber nachzudenken.

Über den Autor

Dietmar Zeilinger

hat Theater- und Medienwissenschaften studiert und arbeitet seit 2008 als Redakteur bei DATEV. Er ist verantwortlich für Teile des Internet-Auftritts. Außerdem kümmert er sich um die XING Gruppe „DATEV verbindet“ und pflegt das Firmenprofil bei XING. Zusammen mit seinen Kollegen kümmert er sich um die Social Media Aktivitäten von DATEV und seit 2012 bloggt er hier im DATEV Blog.