Das DATEV-Rechenzentrum auf den Nürnberger Stadt(ver)führungen

von am Freitag, 28 September 2012
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Was hat das DATEV-Rechenzentrum mit den Stadt(ver)führungen Nürnberg zu tun? Viel, denn zum diesjährigen Motto „Brücken“ bot der Leiter des DATEV-Rechenzentrums, Edgar Eck, erstmals zwei (Ver)führungen an. Und tatsächlich ließen sich rund 150 Besucher verführen und riskierten am vergangenen Wochenende einen Blick hinter die Kulissen eines der modernsten Rechenzentren Deutschlands.

Stadtverführung im DATEV RechenzentrumIn seinem Vortrag löste Edgar Eck auch gleich das Rätsel, warum er das Motto
„Eine sichere Brücke für digitale Reisen: das DATEV-Rechenzentrum“  gewählt hatte. Das Rechenzentrum schlägt als Datendrehscheibe von Millionen von Geschäftsdaten eine Art virtuelle Brücke zwischen Steuerberatern, Unternehmen, Institutionen und Bürgern. Die Herausforderungen sind dabei nahezu noch die gleichen wie vor 40 Jahren, wie ein Wochenschau-Film aus jener Zeit zeigte: komplexe Steuererklärungen, gesetzliche Änderungen bei Lohnsteuer und Sozialversicherung sowie hohe Anforderungen an Datenschutz und  -sicherheit.

Eines ist heute aber entschieden anders: Die technischen Leistungsdaten sind seit der Einführung des DATEV-Rechenzentrums 1969 quasi explodiert – von der Einheit Kilobyte auf kaum mehr fassbare  Petabyte. „Eine Zahl mit 15 Nullen, die ich selbst auch nicht greifen kann“, meinte Eck und zog einen Vergleich: 1 Petabyte entspricht in etwa der Kapazität von 100.000 DVDs oder 400 Mio. digitalen Bildern.

Bei Stromausfall sichern Schiffsdiesel die Versorgung

Ebenso beeindruckend sind auch die Sicherheitsmaßnahmen, die DATEV ergreift. Egal, ob es einmal Probleme beim örtlichen Stromanbieter gibt oder ob ein unachtsamer Bagger beim Straßenbau eine wichtige Leitung kappt: Die Daten sind sicher. Zum einen sind sie redundant, also über eine zweite Serverlandschaft doppelt gespeichert. Zum anderen wird im Falle eines Stromausfalls die Versorgung der vier RZ-Standorte mit leistungsfähigen Batterien für rund zehn Minuten gewährleistet. Danach sorgen riesige Schiffsdieselmotoren dafür, dass die RZ-Prozesse bis zu zehn Tage lang unabhängig vom öffentlichen Stromversorgungsnetz laufen.  „Falls ein Stromausfall noch länger andauert“, meinte Eck mit einem Augenzwinkern, „hat die Republik wahrscheinlich andere Probleme als die Stromversorgung des DATEV-Rechenzentrums.“

Übrigens: Das Engagement bei den Stadt(ver)führungen ist Teil der Spenden- und Sponsoringmaßnahmen, mit denen DATEV der eigenen sozialen Verantwortung als Unternehmen und Genossenschaft Rechnung trägt. Die Aktivitäten sollen die Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens in den Regionen stärken. Im Mittelpunkt des Engagements stehen zukunftsweisende Projekte, die Gemeinschaft und Nachwuchs fördern.

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Über den Autor

Stefanie Krömer

studierte Kommunikationswissenschaft in München und startete 2007 bei DATEV im Geschäftsfeld Personalwirtschaft. Seit 2011 ist sie für Spenden und Sponsoring zuständig und freut sich jederzeit über Anfragen zu beiden Themenfeldern.