Mobile Steuerberatung

von am Dienstag, 18 September 2012
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Mit dem iPad zum Mandanten, um schnell mal ein paar Auswertungen zeigen zu können, oder doch lieber alles vorher in der Kanzlei ausdrucken? Den Brutto-Netto-Rechner auf dem Smartphone mitnehmen oder doch besser das Notebook aus dem Büro verwenden? Diese oder ähnliche Fragen haben Sie sich sicher auch schon gestellt. Ich war überrascht, wie unterschiedlich die Antworten dazu in unserem Schwerpunkt zum Thema „Mobiles Arbeiten“ in der XING Gruppe „DATEV verbindet“ ausfielen.

XING Schwerpunkt: Mobiles ArbeitenDie Diskussion wurde von 17 Mitgliedern der Gruppe geführt, von drei Experten begleitet und bislang über 1700-mal aufgerufen. Das Interesse am Thema scheint also groß zu sein. Entsprechend vielfältig waren dann auch die individuellen Vorstellungen vom mobilen Arbeiten und erst Recht die Umsetzung dieser Vorstellungen in die Praxis eines Kanzleialltags durch die verschiedenen Steuerberater: Von der virtuosen Handhabung aller möglichen Endgeräte im Kanzleialltag bis hin zur völligen Verweigerung war alles dabei.

Hier die Erkenntnisse aus der Diskussion im Überblick:

  • Von DATEV wird seit kurzem das DATEVnet pro mobil angeboten, das es Anwendern ermöglicht, von unterwegs aus auf Auswertungen von Mandanten mittels iPad zuzugreifen.
  • Das iPad ist zwar ein schickes Gerät, eignet sich aber vorzugsweise für Präsentationen bei Mandanten, das kurze Nachschlagen von Informationen oder das Lesen von E-Books.
  • Ebenfalls gut geeignet ist ein iPad für Anwendungen wie Tariflexikon, Pfändungsrechner, Brutto-Netto-Rechner und dergleichen.
  • Für „richtiges“ Arbeiten (also das Erfassen von Daten, Bearbeiten von Abschlüssen, Steuererklärungen, Wirtschaftsberatung, Erprobung von Schnittstellen zur Mandantensoftware usw.) von unterwegs aus, ist nach wie vor ein Laptop die sinnvollere Alternative.
  • Für iPads gibt es eine Reihe von Zubehörteilen, z.B. Tastaturen, mit denen dann die Datenerfassung einfacher vonstatten geht (einfach mal bei den einschlägigen Online-Shops vorbeischauen…)
  • Mit der Synchronisierung der Daten (insbesondere von Mandantendaten) sollte man sehr vorsichtig sein und vor allem nicht über die Cloud synchen.
  • DATEVnet pro mobil ist die „Rundumsorglos“-Lösung für technisch weniger versierte Kolleginnen und Kollegen. Wer sich mit der Technik auskennt bzw. befassen kann und will, findet auch andere Möglichkeiten für einen sicheren Zugriff auf das Kanzleinetz aus der Ferne.

Man braucht kein Arbeitssoziologe zu sein, um vorhersagen zu können, dass traditionelle Formen des Arbeitens immer mehr einer flexiblen Gestaltung des Arbeitsalltags gewichen sind weichen werden. Die Frage lautet daher nicht: „Tippst du noch oder wischst du schon?“, sondern eher: „Wie organisieren wir unsere Arbeit?“

Meiner Meinung nach sind in diesem Prozess die technischen Möglichkeiten, die uns mobile Endgeräte, leistungsfähige Breitbandverbindungen und eine moderne Bürokommunikation bieten, eine enorme Hilfe. Das heißt nicht, dass wir ununterbrochen arbeiten müssen, sondern, dass wir uns die Arbeit leichter so organisieren können, wie sie zu unserem Leben passt.

Mal wieder eine Nummer kleiner: Was spricht eigentlich gegen eine Zukunft, in der wir alle Daten in eine sichere Cloud (wie zum Beispiel dem DATEV-Rechenzentrum :-)) schicken und sie von dort mit dem für den jeweiligen Anlass sinnvollen Endgerät abrufen?

Über den Autor

Dietmar Zeilinger

hat Theater- und Medienwissenschaften studiert und arbeitet seit 2008 als Redakteur bei DATEV. Er ist verantwortlich für Teile des Internet-Auftritts. Außerdem kümmert er sich um die XING Gruppe „DATEV verbindet“ und pflegt das Firmenprofil bei XING. Zusammen mit seinen Kollegen kümmert er sich um die Social Media Aktivitäten von DATEV und seit 2012 bloggt er hier im DATEV Blog.