Ein Gewinn für alle: die Genossenschaften

von am Dienstag, 8 Mai 2012
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Um eine eingetragene Genossenschaft zu gründen, braucht es mindestens drei Mitglieder, so sagt es das Genossenschaftsgesetz (GenG). Als 1966 DATEV gegründet wurde, schlossen sich gleich 65 Steuerbevollmächtigte zusammen, um mit Hilfe der Computertechnik die zunehmende Komplexität des Steuersystems in den Griff zu bekommen. Heute zählt die Genossenschaft DATEV fast 40.000 Mitglieder und ist eines der größten Softwarehäuser in Deutschland. Bemerkenswert, weil es zeigt, dass der Gedanke, gemeinsam mehr zu erreichen als allein, so bestechend einfach ist wie wahr.

Ein Gewinn für alle - die Genossenschaften

DATEV ist nur ein Beispiel dafür, dass die Rechtsform Genossenschaft keine exotische oder gar verstaubte ist, sondern eine sehr erfolgreiche. Das belegen folgende Zahlen*: Deutschlandweit gibt es 5.688 genossenschaftliche Unternehmen mit mehr als 17,9 Millionen Mitgliedern. Weltweit gibt es sogar 800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in über 100 Ländern. Tendenz steigend. Auch die Worte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban-Ki Moon, über die Entscheidung der Staatengemeinschaft, 2012 als Internationales Jahr der Genossenschaften auszurufen, sind absolut zutreffend: „Genossenschaften zeigen der internationalen Gemeinschaft, dass Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden können.“ Erfolgreiche Rechtsform also mit weltweiter Bedeutung? Ein klares: ja.

Und auf diese weltweite Bedeutung wollen die Vereinten Nationen wie gesagt aufmerksam machen und haben deshalb das Jahr 2012 zum internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Dass das natürlich auch im Sinne von DATEV ist, erklärt Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender von DATEV, so:

„Die genossenschaftliche Familie freut sich sehr über die Entscheidung der Vereinten Nationen. Dies stellt eine hervorragende Gelegenheit dar, mit unter Beweis zu stellen, dass das Genossenschaftsmodell nicht nur das richtige Rechts-, sondern vor allem auch Wirtschaftsmodell darstellt, um nachhaltiges, erfolgreiches Wirtschaften gemeinschaftlich von den Genossenschaften und ihren Mitgliedern zu ermöglichen. Wir werden uns intensiv an dem Jahr beteiligen.“

Die Beteiligung findet dabei unter folgendem Motto statt: „Ein Gewinn für alle – die Genossenschaften“, ein Motto, das sich die Genossenschaften in Deutschland für dieses Jahr selbst gegeben haben. Warum und wie sich DATEV dabei beteiligt, das hat mir Dr. Henning Gulden verraten, Leiter Vorstands- und zentrale Genossenschaftsangelegenheiten:

„DATEV wird mit vielfältigen Aktionen in Publikationen und bei Veranstaltungen mit dabei sein. Nicht nur, um zu erreichen, dass DATEV in puncto Rechtsform in der Öffentlichkeit durchaus auch als moderne Wirtschaftsform und beispielhaftes Erfolgsmodell wahrgenommen wird, sondern um zugleich unsere Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft aufzuzeigen und so unsere Bekanntheit weiter zu steigern. Das Genossenschaftswesen liegt uns sehr am Herzen. Konkret heißt das, dass wir beispielsweise teilnehmen am Forschungsprojekt „Historische Dokumentation ins Licht bringen – genossenschaftliche Tradition bewahren“ oder an Veranstaltungen zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012, wie der zentralen Festveranstaltung der deutschen Genossenschaftsverbände, die am 25. April mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Festrednerin in Berlin stattgefunden hat. Darüber hinaus versuchen wir gemeinsam mit dem Ludwig Erhard-Zentrum für kooperative Forschung auch große, einflussreiche Genossenschaften der Region für gemeinsame Praxisprojekte zu gewinnen.“

Ach, übrigens: Bei der Rechtsform Genossenschaft gibt es keine geschlossene Mitgliederzahl. Wie eingangs erwähnt, hat DATEV fast(!) 40.000 Mitglieder, wenn Sie also … ich meine ja nur. Wäre doch schön, wenn wir dieses Jahr mit Ihrer Hilfe die 40.000 erreichen würden – gemeinsam eben, statt alleine. Gründe, sich für DATEV zu entscheiden, gibt‘s übrigens auf unserer Website.

*Quelle: Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. (DGRV)

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Über den Autor

Carsten Fleckenstein

ist 2002 nach seinem Studium der Informationswissenschaften als Online-Redakteur bei DATEV eingestiegen. Mittlerweile als Redakteur im Corporate Publishing tätig, schreibt und berät er für Online und Print. Das Kontrast-Programm fährt er in seiner Freizeit, wenn er zum Ausgleich versucht, ohne Internet und Online-Kommunikation zu (über)leben und sich begeistert dem Kung Fu und der Meditation widmet.